Bürgerhaus Radeberg am 11.06.2018. Die Schüler aus verschiedenen Klassenstufen des Humboldt-Gymnasiums warten um 9:00 Uhr vor den Containern des TRAILS-Projekts. Los geht es aber noch nicht, denn der Strom fehlt noch. Der Strom kommt dieses Mal nämlich nicht direkt aus der Steckdose, sondern von einem großen Generator der Feuerwehr Radeberg. An dieser Stelle schon einmal vielen Dank für die flexible Unterstützung in der Woche vor Ort!

Aber wie läuft so ein Tag eigentlich im Detail ab? Um 9:30 Uhr kann der Workshop-Tag in Radeberg endlich beginnen und nach einer kurzen Vorstellung des Projekts starten die Schüler direkt mit drei runden Speed Ideation – das ist wie Speed Dating, nur mit Ideen – und nach der ersten, wie so oft etwas „holprigen“ Runde sind auch alle schnell „warm“. Nach 20 Minuten hängen da schnell 30 Ideen an der Wand – aktuelle Probleme und Herausforderungen in den Bereichen Umwelt und Mobilität aber auch sehr viele Ideen hinsichtlich der Erleichterung und Verbesserung des Schulalltages bis hin zu Drohnen-Motorrädern – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Danach gibt es eine kurze Pause und die besten Ideen finden sich in Teams von 3-5 Schülern zusammen. Dann geht es ans Eingemachte. Die Ideen werden in Geschäftsmodelle transformiert und aus allen Blickwinkeln beleuchtet. Dazu werden u.a. Methoden wie die Stärken-Schwächen-Analyse (SWOT), Value Proposition Design und insbesondere der Business Model Canvas genutzt. Das Workshop-Programm bietet aber noch einiges mehr wie z.B. Design Thinking oder Schulungen zum Thema Nachhaltigkeit.

Wenn die Teams Ihre Ideen einmal auseinandergenommen, auf Herz und Nieren geprüft und dann wieder zusammengebaut haben, geht es darum das Ganze in eine ansprechende Form zu gießen. Nun werden in den kleineren Containern die ersten Prototypen gebaut – das erinnert ein wenig an den Werken-Unterricht aus der Grundschule, nur mit modernsten Materialien. Nebenbei gibt es noch eine Technikschau zum 3D-Druck, Virtual-Reality-Brillen sowie (programmierbaren) LEGO Mindstorms.

Alles findet immer mit einem gewissen Zeitdruck statt, damit die Schüler zusätzlich lernen „unter Druck Diamanten zu erschaffen“. Nach einer ausgiebigen Mittagspause geht es dann ans Finalisieren der Projekte, denn am Ende kommt der große Auftritt – alle Teams machen einen Pitch zu Ihrem Projekt und lernen so, wie es ist, dass eigene Projekt in knapper Zeit vor neuen Leuten oder z.B. Investoren vorzustellen. Nach den kurzen Zwei-Minuten-Pitches ist der Tag vorbei, aber die Ideen sind in den Köpfen!

Eine Besonderheit an der Woche in Radeberg war noch der Donnerstag. An diesem Tag waren durch Initiative des Humboldt-Gymnasiums sogar zwei Schulen gleichzeitig in den TRAILS. Jeweils 10 Schüler der Pestalozzischule sowie der Ludwig-Richter-Oberschule kamen in den Genuss der Workshops. Das war auch prima, denn direkt im Anschluss startete wie jeden Donnerstag in der Woche unser „Tag des offenen Containers“, dieses Mal mit einem interessanten Speaker zum Thema Digitalisierung .

Wir sagen wieder einmal vielen Dank für die Unterstützung seitens Stadt, Schule und Feuerwehr!

Euer TRAILS-Team